Intimbereich

Im Vergleich zu früher, als für viele Frauen die Körperregion unterhalb des Nabels als Tabuzone galt, befassen sich immer mehr junge Frauen auch unter ästhetischen Gesichtspunkten mit ihrem äußeren Genitale. So ist es ja heute überwiegend üblich, die Schambehaarung zu kürzen; häufiger werden Intim-Piercings getragen etc.

Seitens unseres Fachbereiches kann z.B. wenn einer Patientin der Schamhügel (Mons pubis) zu wulstig erscheint, hier eine diskrete Fettabsaugung durchgeführt werden und damit eine deutliche Abflachung und Konturierung erreicht werden. Umgekehrt kann bei einer sehr flachen oder eingefallenen Schamregion (besonders auch nach starken Gewichtsverlusten) durch das Wieder- einfüllen körpereigenen Fettgewebes ein pralleres, jugendlicheres Bild in dieser Körperregion erreicht werden.

Gleichsam ist auch die Größe der Schamlippen (kleine Labien) häufiger Diskussionsthema und wenn eine Frau der Ansicht ist, ihre Labien seien zu groß oder sie fühlt sich beim Intimverkehr gestört, kann problemlos eine Größenanpassung erfolgen.

Eine recht neue Methode, die manchmal zu einer Steigerung der sexuellen Empfindungsfähigkeit führen kann, ist die G-Punkt-Unterspritzung. Es wird hierbei in lokaler Betäubung die von dem Gynäkologen Gräfenberg 1950 erstmals beschriebene Region an der vorderen inneren Scheidenwand „unterfüttert“. Man benutzt hierfür hochmolekulare Hyaluronsäure, wie sie auch schon millionenfach im Gesichtsbereich zur Faltenauffüllung benutzt wurde und neuerdings auch für (begrenzte) Brustvergrößerungen eingesetzt wird.

 

Alle diese Eingriffe können ohne weiteres ambulant durchgeführt werden und bedürfen auch nur einer kurzen postoperativen Schonungsphase.