Fettabsaugung

Obwohl man sicherlich auch mit Ernährung und Sport seine Figur wesentlich beeinflussen kann -und sollte, gibt es hier dennoch typische Problemzonen, welche weder durch diätetische Maßnahmen, noch durch ausgeprägtes Training ausreichend zu beeinflussen sind. Und genau für diese Körperstellen ist die Liposuction die optimale Technik.

 

 

Entwickelt wurde sie in den 70er Jahren durch Georgio Fischer in Rom sowie Pierre Fournier und Yves Illouz in Paris. Weite Verbreitung fand die Methode aber erst nach Einführung der sog. „Wet-Technik“, d.h. der Absaugung nach Einspritzen von Kochsalzlösung Ende der 80er Jahre.

Bei der Fettabsaugung werden zunächst mit dem Patienten die ihn störenden Problemzonen diskutiert und vor der Operation exakt angezeichnet, ähnlich wie bei einer Höhenkartekarte. Sodann wird die markierte Region mit der sog. „Tumeszens-Lösung„ infiltriert: Mittels eines speziellen Infiltrationssystems mit vielen sehr sehr dünnen Kanülen wird das Unterhautfettgewebe gleichmäßig aufgefüllt. Dieser Vorgang erfolgt normalerweise in Anwesenheit eines Narkosearztes in einem sog. Dämmerschlaf, so daß dieser Auffüllprozeß, der im Gewebe einen gewissen Druck erzeugt und damit für den Patienten unangenehm sein kann, nicht wahrgenommen wird. Die Tumeszens-Lösung beinhaltet u.a. auch ein lokales Betäubungsmittel und nachdem sie sich in der zu behandelnden Region gleichmäßig verteilt hat, besteht hier eine vollständige Schmerzausschaltung, so daß der Dämmerschlaf wieder hochgefahren werden kann. Durch den Wegfall einer Narkose kann der Patient aktiv an dem operativen Geschehen teilhaben (z.B. kann er sich bei Absaugung der Reiterhosen oder Gesäßregion auf der Operationsliege selbst drehen, das Bein anheben, etc.) und damit dem Operateur die Arbeit wesentlich erleichtern.

Die eigentliche Absaugung erfolgt dann, indem über kleinste Hautschnitte eine sog. Liposuctionskanüle eingeführt wird und mit dieser das zu entfernende Fettgewebe mechanisch herausgelöst wird, wobei man mehrere übereinanderliegende Gitterstrukturen bildet (Criss-cross-Technik). Durch die eingespritzte Lösung ist das Fettgewebe in seiner Struktur aufgelockert und die einzelnen Fettzellen können leichter aus ihrem Verband herausgelöst werden. Außerdem können durch die lockere Struktur des Gewebes Nerven und Gefäße den Bewegungen der Kanüle ausweichen, so daß kaum eine Verletzungsgefahr für wichtigere Strukturen besteht. Wir verwenden hier überwiegend die moderne Technik der „vibrierenden-Kanüle“ (hier wird die Spitze der Kanüle mit den dort befindlichen Öffnungen motorbetrieben sehr schnell vor- und zurückbewegt, was ein besonders schonendes Herauslösen der Fettzellen erlaubt). Nahe der Hautoberfläche werden besonders feine Kanülen benutzt, so daß im Gegensatz zu früheren Methoden eine Wellen- oder Dellenbildung der Haut vollständig vermieden werden kann. (Feintunnelungs-Technik)

Durch eine gefühlvolle, sehr differenzierte Arbeitsweise und optimale Modellierung unter größtmöglicher Schonung von Nerven und Gefäßen kann so eine Neukonturierung der Körpersihouette erfolgen. Hier sind profunde Erfahrung und ästhetisches Gespür des Operateurs unabdingbar, um harmonische Proportionen mit natürlicher Linienführung zu erreichen, ohne aber über das sinnvolle medizinische Maß hinauszugehen.

Dieser Eingriff erfolgt normalerweise ambulant, bei größerem Umfang kann aber auch ein Aufenthalt in der Klinik über Nacht gebucht werden; insbesondere auch dann, wenn ein Patient alleine lebt oder keine Überwachung am ersten Tag nach der Operation gegeben ist.          Gleich nach dem Eingriff zieht der Patient eine spezielle Kompressions- hose/bzw. Mieder an, welche das behandelte Wundgebiet gleichmäßig komprimiert und damit zur raschen Abheilung beiträgt. Es bestehen keine wesentlichen Schmerzen nach dem Eingriff, eine anfängliche Wundschwellung geht nach zwei bis drei Tagen sehr rasch zurück, diskrete Blutergüsse resorbieren sich ebenfalls nach kurzer Zeit. Eine Schonung ist für einige Tage sinnvoll, auch Leistungssport sollte in den ersten Wochen nach dem Eingriff vermieden werden; aber nach etwa vierzehn Tagen ist das gewünschte Resultat vorhanden und die in der Tiefe des Gewebes noch weiter ablaufenden Reparationsprozesse, welche letztlich bis zu drei Monaten andauern können, sind für den Patienten nicht mehr spürbar.
Selbst bei ausgeprägten Fettansammlungen sind wietere operative Straffungsmaßnahmen nur in Ausnahmen erforderlich.

 

Behandlungsdauer: 1-3 Stunden – meist ambulant, evtl. 1 Übernachtung
Anästhesie: zunächst Dämmerschlaf, danach lokale Betäubung
Rückkehr in den
Alltag:
1-3 Tage
Kosten: 1.000,- bis 4.000,- Euro je nach Arbeitsaufwand

Die Kosten einer Fettabsaugung setzen sich zusammen aus den Gebühren der OP-Nutzung, dem Honorar für den Narkosearzt, das Assistenz- und Pflegepersonal, den Verbrauchsmaterialien und dem Honorar des Operateurs.

In einem individuellen Beratungsgespräch wollen wir Ihnen gerne unverbindlich die Sie interessierenden Möglichkeiten darlegen und eine exakte Kostenberechnung erstellen.