Facelift

Prinzipiell werden beim Facelifting drei Untergruppen unterschieden:

  • Stirnlifting (Front-lift)
  • Mittelgesicht (Midface-lift)
  • Kinn-/Hals (Neck-lift)

Meistens aber ist eine Gesichtsstraffung in allen drei Kompartimenten von Nöten und es findet eine Kombination verschiedener Techniken statt.

 

Prinzipiell bedingt der Alterungsprozeß der Haut, ausgelöst durch ein Nachlassen des körpereigenen Bindegewebes, die unaufhörliche Tätigkeit der mimischen Muskulatur, äußere Einwirkungen wie UV-Bestrahlung, Kälte, Wärme etc., daß sich die Gesichtskonturen beim Älterwerden verschieben: gemäß der Schwerkraft werden besonders auch die Strukturen im Unterhautbereich nach unten gezogen und es entsteht oft ein typisches „Durchhängen“ der Gesichtskonturen im Jochbein-, Wangen- und Kinnbereich („Sagging“).

Das Prinzip einer Gesichtsstraffung besteht nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen in einer bloßen Straffung der Haut (hier hätte man nur wie in früheren Zeiten windhundartige, wie aufgespannt aussehende Gesichtszüge), sondern es geht vielmehr um die Zurückverlagerung (Repositionierung) des abgesunkenen Stützgewebes im Unterhautbereich und dessen dauerhafte Fixierung an anatomischen Strukturen.

Da im Gesichtsbereich außerordentlich viele Nerven und Gefäße verlaufen, werden oft verschiedene Schichten angesprochen, um optimale Zugangswege mit möglichst geringer Verletzungsgefahr zu erreichen. Beim Stirnlifting wird je nach Höhe des Haaransatzes eine Schnittführung vor der Haargrenze oder einige Zentimeter innerhalb des behaarten Kopfes gewählt. Eine Straffung der Stirn bedingt automatisch auch ein Anheben der Augenbrauen und damit wiederum indirekt ein Anheben der Augenlider. Parallel werden einige Muskeln, die für den „bösen Blick“ verantwortlich sind im Bereich der Nasenwurzel und der Augenbrauen teilweise durchtrennt, so daß auch gravierende Mimikfalten hier angegangen werden können.

Bei dem Mittelgesicht (Midfacelift) geht es um die Wieder-Modellierung der Jochbeinregion (da ein praller rundlicher Jochbogenbereich Jugendlichkeit ausdrückt) und um die Glättung der Nasolabialfalte sowie ein Anheben der Mundwinkelpartie. Dabei ist eine Schnittführung von der Schläfe über den Ohransatz bis zum Ohrläppchen erforderlich.

Im Kinn/Hals (Necklift) werden herabgesunkene Wangenpartien wieder höherverlagert, evtl. ein „Doppelkinn“ abgesaugt, die Muskulatur des Halses wiedervereinigt und gestrafft und der Kinnwinkel wieder ausgearbeitet. Hier wird eine Schnittführung vom Ohrläppchen bis in den Bereich der Nackenhaargrenze sowie häufig ein kleiner Einschnitt knapp hinter dem Kinn erforderlich.

Natürlich wird auch der Überschuß an darüberliegender Haut reseziert, so daß das gesamt Gesicht einerseits prallere, rundere, jugendlichere Konturen erhält, andererseits die Haut gestrafft und faltenärmer wird.

Gesichtsstraffungen sind außerordentlich komplexe, schwierige Operationen, die zunächst eine langwierige Erörterung mit dem Patienten erfordern, um genau dessen Wünsche und Vorstellungen zu erfassen, um ihm optimale Lösungsvorschläge anbieten zu können. Hiernach werden dem Operateur profunde anatomische Kenntnisse, höchste Konzentration und bestes operatives Geschick abverlangt.
Schließlich soll ein deutlicher Verjüngungseffekt unter Erhaltung Ihres persönlichen Gesichtsausdrucks erzielt werden, der Sie 10 bis 15 Jahre jünger und frischer aussehen lässt ! Ihre innere Spannkraft und Lebensfreude kann so wieder nach außen strahlen.

Operationsdauer: 2-4 Stunden
Anästhesie: Dämmerschlaf und lokale Betäubung
Klinikaufenthalt: 1-2 Tag
Rückkehr in den
Alltag:
7-14 Tage
Kosten: 3.000,- bis 5.000,- Euro