— Botulinum-Toxin

In Amerika, wie auch in Europa extrem weit verbreitet, und vielleicht der einfachste Einstieg in die ästhetische Medizin, ist die Anwendung von Botulinum-Toxin.
Dies ist eine Eiweißverbindung, welche von Bakterien Namens „Clostridium botulinum“ produziert wird. Diese Substanz blockiert für einen begrenzten Zeitraum die Verbindung zwischen Nerv und Muskel und verhindert damit die Betätigung des betreffenden Muskels.

In der Medizin angewandt wurde Botulinum-Toxin (BTX) zunächst in den 80er Jahren bei neuromuskulären Störungen (z.B. Dauerkrämpfen der Augen oder der schrägen Halsmuskulatur). Die Anwendung mit kosmetischer Zielsetzung begann in den 90er Jahren.

Botulinum-Toxin eignet sich besonders zur Faltenglättung im oberen Gesichtsbereich, hier besonders im Stirn-/Augenbrauenbereich und im Bereich der Nasenwurzel. Aber auch andere mimisch bedingte Gesichtsfalten sind behandelbar, ebenso wie herabhängende Mundwinkel, störende Kinnfalten oder sog. „Krähenfüße“. Das Wirkprinzip besteht darin, dass der geschwächte Muskel nicht mehr die Kontraktion, welche die Haut in Falten legt, erzeugen kann und somit die Falte verstreicht (sie verschwindet nicht gänzlich, da wie bei einem gefalteten Papier die „Kräche“ erhalten bleibt. Will man diese auch beseitigen, muss mit einem sogenannter „Filler“ noch zusätzlich Volumen eingegeben werden.

Die Anwendung des Wirkstoffes erfolgt durch Injektion mit einer ganz dünnen Nadel in den betreffenden Muskel, der in seiner Aktivität geschwächt werden soll. Die überwiegende Blockade der Muskelfunktion beginnt sofort und baut sich bis zu 72 Stunden vollständig auf. Der Effekt hält etwa drei bis sechs Monate an, dann ist eine erneute Applikation erforderlich. Gravierende Nebenwirkungen sind bei korrekter Anwendung nicht zu erwarten.

 

Behandlungsdauer: 10 min. ambulant durchzuführen.
Anästhesie: nicht erforderlich
Rückkehr in den
Alltag:
sofort
Kosten: 200,- bis 400,- Euro (je nach injizierten Einheiten)