Männerbrust

In der Medizin wird das übermäßige Wachstum der männlichen Brust als „Gynäkomastie“ bezeichnet. In der Pubertät kommt es wohl zu einer hormonell bedingen Anschwellung der Burst, welche sich aber später wieder zurückbildet. Jedoch kommt es auch vor, daß sich das Brustvolumen nicht vollkommen zurückentwickelt.

Dies kann durch das (unerwünschte) Vorhandensein von echtem Drüsengewebe bedingt sein, oder durch eine vermehrte Fettansammlung im Unterhautbereich.

Dementsprechend unterschiedet man zwischen einer „echten“ Gynäkomastie und einer vermeintlichen Gynäkomastie.

Wenn die männliche Brust [Gynäkomastie] vornehmlich durch das übermäßige Wachstum der Drüse verursacht wird sprechen wir von der echten Gynäkomastie. Die vermeintliche Gynäkomastie ist auf eine lokale Fettansammlung zurückzuführen. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Mischung dieser beiden Befunde.
  


  

Meistens gelingt es mit Absaugen des Fettgewebes das Problem dauerhaft zu beseitigen. Die Entfernung des drüsigen Anteiles ist allerdings wichtig, weshalb oft auch ein kleiner Schnitt am Rand des Warzenhofes vorgenommen wird, um hier operativ das Gewebe hinter der Brustwarze zu entfernen. Der Eingriff wird mit einer örtlichen Betäubung durchgeführt. Nach Einspritzen einer „Tumeszenzlösung“ wird durch kleine Einstichstellen das Fettgewebe mittels einer Kanüle abgesaugt und es entstehen keine bleibenden Narben.

Nach der Operation muß für ca. 8 Tage ein Kompressions-Verband getragen werden; Schwellungen und Verfärbungen werden mit einem Sportgel behandelt. Danach sollte noch eine spezialelle elastische Weste für ca. 3-4 Wochen getragen werden.