Brustvergrößerung

Eine Brustvergrößerung kann seriös nur mit Hilfe eines Brustkissens (Implantat) erreicht werden, d.h. durch Einbringen eines dem Brustgewebe in Konsistenz und Haptik ähnlichen Fremdkörpers; denn nur eine natürlich wirkende Brust, die Ihren individuellen Körperproportionen ent- spricht, wird von Ihnen langfristig als Teil Ihrer selbst akzeptiert werden.

Unter den heute zur Verfügung stehenden Brustimplantaten haben sich hinsichtlich Sicherheit, Zuverlässigkeit, Haltbarkeit und Formstabilität die modernen Silikon-implantate bestens bewährt.

Seit 1963 werden Kissen aus Silikon verwandt, aber gerade die in 1991 wieder aufgekommene Diskussion um Silikonimplantate hat zu einem wesentlichen Schub der Weiterentwicklung von Brustimplantaten bei- getragen. Wichtig ist zu wissen, dass nach neuesten wissenschaftlichen Studien Silikonprothesen kein erhöhtes Risiko für Brustkrebs bedingen und auch nicht für die Entstehung von Autoimmunerkrankungen (wie Rheuma oder lupus erythematodes oder Sklerodermie) verantwortlich sind.

Wir verwenden ausschließlich Produkte der weltweit namhaftesten Hersteller, wobei hier im allgemeinen Implantate mit aufgerauhter Oberfläche (texturiert) in runden oder tropfenförmigen Modellen verwandt werden, welche mit einem gallertigen Kohäsiv-Gel gefüllt sind, wobei das Risiko des Auslaufens nahezu ausgeschlossen ist. Die Oberflächenstruktur verbindet sich optimal mit dem körpereigenen Gewebe, so dass das Risiko einer bindegewebigen Kapselkontraktur auf einen geringen Prozentsatz reduziert wird. Alle diese Modelle entsprechen den strengen Sicherheitsvorschriften der EU und der USA.

Alternative Füllmaterialien wie Dextran, Sojaöl etc. hatten nur für kurze Zeit für Euphorie gesorgt, haben aber die in sie gesetzten Erwartungen nicht im mindesten bestätigt und wurden rasch wieder vom Markt genommen. Einzige Alternative stellt die Kochsalzfüllung dar, die jedoch bzgl. Haltbarkeit, Formstabilität und Griffgefühl nicht mit den Silikon- füllungen konkurrieren kann.
In all diesen Fragen werden sie intensiv von uns im Rahmen der Vorgespräche bzgl. der für Sie optimalen Vorgehensweise ausführlich beraten.

In einem intensiven Beratungsgespräch soll zunächst herausgearbeitet werden, welche Vorstellungen die Patientin mitbringt, der Operateur muß verdeutlichen, was realistisch zu bewerkstelligen ist und dann für den individuellen Fall den besten Zugangsweg, das optimale Implantat nach Größe und Form und die richtige Positionierung auswählen.

Als Zugangsweg kommen prinzipiell vier Variationen zum Tragen, (wobei die letzte in Deutschland kaum benutzt wird und auch nur mit auffüllbaren Implantaten möglich ist):

  • Über die Achselhöhle (transaxillär)
  • über den Warzenhof (peri-, infra- oder transareolär)
  • über die untere Brustumschlagsfalte (inframammaer)
  • und über den Nabel (als endoskopisches Verfahren)

Jeder dieser Zugangswege hat seine Vor- und Nachteile. Wie bevorzugen im allgemeinen den Weg über den Hof der Brustwarze oder über die untere Brustumschlagsfalte, da sich hier am exaktesten die Höhle für das Implantat ausbilden läßt und eine gewissenhafte Blutstillung ermöglicht wird, obwohl nur ein Schnitt von ca. 4-5 cm erforderlich ist. Die Wahl der Implantatform hängt sehr von den Vorstellungen der Patientin ab: möchte die Frau einen mehr Dekolleté-betonten, jugendlich runden Busen, so sollte ein rundes,halbkugeliges Implantat verwandt werden. Wird mehr eine natürliche,tropfenförmige Form angestrebt, sollte ein biodimensionales Implantat gewählt werden. Des weiteren muß geklärt werden, in welcher Schicht die Implantatloge gebildet wird: das Implantat kann hier in eine Höhle vor oder hinter dem großen Brustmuskel (Musculus pectoralis) eingesetzt werden. (Dies hängt überwiegend davon ab, wie viel Brustgewebe zur Überdeckung des Brustkissens vorhanden ist.

Eine Brustvergrößerung sollte in Vollnarkose erfolgen, kann aber auf Wunsch auch in einem Dämmerschlaf mit lokaler Betäubung durchgeführt werden. Meist kann der Eingriff ambulant erfolgen, die kleine Wunde wird mit einem Spezialpflaster verschlossen und die Patientin kann nach zwei bis drei Tagen Schonung ihren gewohnten Lebenswandel wahrnehmen. Ein spezieller Stütz-BH muß für ca. zwei Wochen dauerhaft, für zwei weitere Wochen über Tag getragen werden, um das Implantat in Ruhe einheilen zu lassen. Sportliche Betätigungen sollten in dieser Zeit unterbleiben, Ihrem normalen Tagesablauf können Sie aber wie gewohnt nachgehen. In Zusammennahme der Vorstellung der Patientin, der anatomischen Gegebenheiten, den Voraussetzungen des Gewebes etc. kann ein optimales, natürliches Resultat angestrebt werden, das keinen Busen „aufgeblasen“ oder künstlich, sondern natürlich schön und ästhetisch wirken lässt.

 

Operationsdauer: 1 Stunde – meist ambulant durchführbar
Anästhesie: Vollnarkose (auf Wunsch auch Dämmerschlaf)
Rückkehr in den
Alltag:
nach 3-4 Tagen
Kosten: 4.000,- bis 4.500,- Euro (je nach Implantatwahl)