Faltenunterspritzung [Filler]

Grundsätzlich wird zwischen biologisch abbaubaren Sub- stanzen, welche im Körper nach einer begrenzten Halt- barkeit wieder vollständig resorbiert werden und dauer- haft im Körper verbleibenden Substanzen (welche damit aber auch besondere Risiken bein- halten) unterschieden.

Biologisch abbaubar:

Einzelne stärker ausgeprägte mimische Falten lassen sich gut durch Füllmaterialien (sog. „Filler“) behandeln, die mit sehr dünnen Nadeln unter die anzuhebende Vertiefung (Falte) gespritzt werden und durch diesen Volumeneffekt die Falte beseitigen oder überwiegend verstreichen lassen. Wir verwenden hier ausschließlich vom Bundesgesundheitsamt geprüft und zugelassene Substanzen wie z.B. Kollagen, Hyaluronsäuren, Hydroxyl-Apatit oder Poly-Milchsäure. Die ersten beiden liegen in verschiedenen Molekülgrößen und Vernetzungsgraden (je nach dem erforderlichen Anwendungsziel) vor.
Der Effekt ist sofort sichtbar und baut sich oft noch durch eine gewisse Flüssigkeitseinlagerung im Bereich der Füllmaterialien einige Tage nach dem Eingriff weiter auf. Bei sehr tief eingegrabenen Falten kann auch eine sog. "Subcision", das ist die Durchtrennung einer in die Tiefe der Haut reichenden Verwachsung der Falte, mittels einer scharfen Nadel erfolgen und anschließend diese eingesunkene Hautstelle mit eigenem Fettgewebe wieder aufgefüllt werden.

Nennenswerte Begleiterscheinungen treten nicht auf; eine gewisse Rötung und Schwellung sollte jedoch für die ersten 1-2 Tage toleriert werden.
Die Haltbarkeit dieser Füllmaterialien schwankt außerordentlich, einerseits abhängig von dem verwendeten Material, andererseits von der Tiefe und dem Ort der Injektion: in stark bewegten Körperpartien erfolgt der Abbau im allgemeinen schneller, als in eher ruhenden Hautbereichen. Man darf eine Wirkdauer von drei bis zwölf Monaten veranschlagen, bis eine erneute Injektion von Nöten ist.

Behandlungsdauer:

   

10-30 min. ambulant durchzuführen.

Anästhesie:

   

üblicherweise lokale Betäubung

Rückkehr in den
Alltag:

   

sofort (überschminken möglich)

Kosten:

   

abhängig von Art und Menge des Materials,        ca. 200,- bis 800,- €

 

 

 

 

Permanenten Materialien:

Hier muss unterschieden werden zwischen injizierbaren, flüssigen bzw. geligen Produkten und solchen, welche nur durch eine kleine Operation unter die Haut gebracht werden. Von den injizierbaren Materialien am gebräuchlichsten sind die Acrylamide, wie z.B. Aquamid, das zu 2,5% aus Polyacrylamid und zu 97,5 % aus Wasser besteht (eine ähnliche Substanz wird auch bei weichen Kontaktlinsen verwendet) oder kleinste Kügelchen aus Polymethylacrylamid (PMMA - Kollagen-ummantelt), welche in einer Suspension an die erforderliche Stelle injiziert werden. Diese injizierbaren Materialien sollten nur in Hautbereichen zur Anwendung kommen, welche nicht zuviel bewegt werden, da sie normalerweise zwar an der Injektionsstelle verbleiben und vom Körper selbst mit Bindegewebe ummantelt werden, in seltenen Fällen aber „wandern“ können und damit der gewünschte Volumeneffekt vielleicht nach einigen Jahren nicht mehr dort verbleibt, wo er gewünscht war. Deshalb eignen sich diese Substanzen vor allem im Bereich der Jochbeinregion zur Volumenaufpolsterung und evtl. bei tiefen eingezogenen Narben.

Andere Substanzen werden zur dauerhaften Volumenvermehrung im Rahmen einer kleinen Operation unter die Haut gebracht: so z.B. ein dünner Hohlfaden, der aus "Goretex" besteht (z.B. "Softform" oder "Ultrasoft") und mit einer speziellen Applikationsnadel unter die störende Falte implantiert wird. Besonders im Bereich der Nasen-Lippen-Falte werden hier schöne Resultate erzielt; aber auch zum Volumen-Aufbau der Lippen ist dieser weiche Kunststoffschlauch ideal.

Auch dieses Material, welches vielfach im Bereich der prothetischen Chirurgie eingesetzt wird, wird vom Körper mit eigenem Bindegewebe ummantelt und verbleibt dauerhaft in seiner Position und erhält damit den Volumeneffekt. Es hat allerdings den Vorteil dass es, sollte es hier zu irgendwelchen Komplikationen kommen, ohne weiteres durch einen kleinen Schnitt wieder aus seiner Position entfernt werden kann.

Behandlungsdauer:

   

10-30 min. ambulant durchzuführen.

Anästhesie:

   

lokal, im Falle des o.g. Fadens Dämmerschlaf

Rückkehr in den Alltag:

   

sofort (Überschminken möglich)

Kosten:

   

abhängig von Art und Menge des verwendeten Materials

 

 

 

 

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